Bonne Année - gutes neues Jahr - happy new year!
Das alte Jahr geht zu Ende das Neue wird willkommen geheissen und erinnert damit daran, wie die Zeit vergeht und unmissverständliche
körperliche Anzeichen bezeugen auch das eigene Verfallsdatum. So hatte ich Lust mich wenigstens visuell an junge glatte Mädchenhaut zu erinnern und erledigte ausserdem gleichzeitig
ein mir noch fehlendes Pariser "must have seen".
Denn wenn man ein guter Tourist sein und dem Ruf Paris folgen will, juckelt man mit der Reisegruppe eine Woche durch die Stadt und lässt sich
an den Abenden ausführen. Entweder in die Oper, in einen der zahlreichen Konzertsäle oder man zieht erotischere Abendveranstaltungen vor und hat grosse Auswahl.
Hier die bekanntesten :
(Basisinfo: Wikipedia)
Das Moulin Rouge
wurde am 6. Oktober 1889 eröffnet. Der Name geht auf die Nachbildung einer roten Mühle auf dem Dach zurück.
Zunächst wurde das Moulin Rouge für Bälle (=bals) genutzt, bei denen Tänzerinnen vor allem den Cancan und Chahut tanzten. Hier traten die
berühmtesten Pariser Stars der Zeit auf, unter anderem La Goule, Yvette Guilbert, Mistinguett und „Le Pétomane“ Joseph Pujol. Viele dieser Namen wurden durch die Werbeplakate von Henri de
Toulouse-Lautrec sehr bekannt.
Später wurden im Moulin Rouge Operetten und Revuen aufgeführt mit berühmten Sängern wie Charles Trenet oder Charles Aznavour. 1964 wurde als
Attraktion auf der Bühne ein "Aquarium" installiert, in dem nackte Tänzerinnen auftraten bzw. schwammen. Nach einer finanziellen Krise Mitte der 1990er Jahre konnte das Haus ab dem Jahre 2000
wieder Erfolge verzeichnen, wozu ab 2001 auch der Film Moulin Rouge beitrug. Das Haus hat 850 Sitzplätze und wurde im Jahre 2000 von rund 420.000 Gästen besucht. Name und Stil dieses Pariser
Vorbilds wurden von zahlreichen anderen Varietés auf der ganzen Welt kopiert.
Das Lido
Das Lido (auch der Pariser Lido, französisch: Lido, Le Lido, Lido de Paris oder Plage de Paris genannt)
ist ein Revuetheater
.
Es wurde 1946 von den Brüdern Clerico in einem ehemaligen Schwimmbad, das bereits den Namen Lido trug, an der Champs-Elysées begründet. Das Theater ist bekannt
für seine aufwendige Bühnenshows und Auftritte internationaler Künstler aus der Showbranche. Wesentlicher Bestandteil des Bühnenprogramms sind die Bluebell Girls, das hauseigene
Damenbalett mit seinen aufwendigen Kostümen. Das erfolgreiche Konzept des Hauses wurde 1958 nach Las Vegas exportiert, wo es mehr als 30 Jahre aufgeführt wurde. Das nach wie vor in
Familienbesitz befindliche Lido zog 1977 in ein größeres, ebenfalls an der Avenue des Champs-Élysées gelegenes Gebäude um und gehört vor allem bei Touristen zu den beliebtesten Varietés von
Paris.
Oder eben das Crazy Horse de Paris
ebenfalls ein Variété und bekannt für die dort auftretenden, so gut wie nackten Tänzerinnen, die einem durch Lichteffekte, gar nicht so nackt
vorkommen. Die Mädchen werden so ausgesucht, dass sie sich körperlich gleichen, vor allem das Hinterteil ;-).
Das Kabarett befindet sich an der 12. Avenue George V und wurde 1951 von Alain Bernardin gegründet. Die letzten Jahre gab es
Gastauftritte von Dita von Teese und Arielle Dombasle*. Die Revue, heisst es, ist eine Hommage an die glanzvollen "Tableaux" Bernardin's und die großen Stars des Cabarets wie Lova
Moor und Rosa Fumetto - die mir allerdings gänzlich unbekannt sind. Es gibt das Crazy Horse auch in anderen Städten mit ähnlichem Konzept.
Aber seht selbst:
* Zu Frau Dombasle möchte ich den deutschen Lesern erklären, um wen es sich hierbei handelt:
Sie ist Amerikanerin, die in Frankreich in den 80ern ihre Karriere als Schauspielerin, Sängerin und Regisseurin begann. Bekannt wurde sie 1983 mit dem Film von Eric Rohmer: Pauline am
Strand. Und ist heute, find ich, eine wirklich gute Schauspielerin.
Sie war 17 Jahre mit dem hier sehr bekannten Philosophen Bernard-Henry Levy
verheiratet, der von der
Presse gehätschelt, liebevoll nur BHL (BeAschEL) genannt wird. Seine wirkungsvollen Fernsehauftritte werden gerne von Humoristen imitiert indem der Kopf nach hinten
geworfen wird, um das lange Haar aus den Augen zu bringen mit dem unvermeidlichen halboffenen knallweissen Hemd und über den Sloterdijik höflich sagt:
Ist er nicht vielmehr ein sehr talentierter Journalist?
2010 veröffentlichte er ein Buch das sich kritisch mit Kant auseinandersetzt und bezog sich auf die Werke des Herrn Botul, der eine Erfindung eines französischen Satiremagazins war. Über
Spott brauchte er nicht zu klagen.
Mme Dombasle selbst hinterlässt ebenfalls
Spuren in der Klatschpresse, weil ihr Gesicht
(und auch der Rest ) keine Spuren ihrer
Vergangenheit mehr aufzeigt:
She is THE living Barbie
und somit kann sie mit 50 Jahren locker noch im Crazy Horse auf die Bühne steigen.
Da waren die Deutschen schon ein bisschen "natürlicher" mit Frau Sawatzki mit 50 im Playboy.
Auf mich wartet im Jahre 2012 also doch noch eine Karriere!
Aber nun zurück zu meinen Silvesterabenteuern.
Nachdem die Champagnerflasche geleert war, ging es zum Dîner ins Restaurant
Le Fouquet's
DAS Restaurant auf den Champs-Elysées. Eine besonders beliebte Adresse in der Haute-Culture Parisien. Die Wände sind mit den Photos
des Pariser Potostudios Harcourt gepflastert: Porträts der französischen Filmwelt früher und heute. Es gilt als grosse Ehre von der alten schwarz-weiss Kamera des Harcourt abgebildet zu
werden. So finden sich alle zusammen: Jean Gabin, Lino Ventura, Edith Piaf (allerdings neben der Toilette?), Alain Delon, Laeticia Casta und so weiter und so fort...



http://www.studio-harcourt.eu/
http://www.lucienbarriere.com/localized/fr/restaurants/nos_restaurants/fouquets.htm
Das Restaurant wurde 1899 gegründet und seitdem geht dort alles was Rang und Namen im Showbusiness hat, ein
und aus. Der Speisesaal ist heute als historisches Monument eingetragen. Viele grosse Preisvergaben, wie der César (der französische Oskar) werden anschliessend bei Fouquet's gefeiert und
man kann dort - wenn man auf der Gästeliste steht - zwischen VIPs, an der Bar l'Escadrille, auf der Terrasse oder in den Salons der ersten Etage, die Schätze des Weinkellers entdecken. Es
ist einfach der Summum des Geistes einer Brasserie de luxe à la française!
Vielleicht fällt Euch auch gleich ein, wer an solch einem Ort auf keinen Fall fehlen darf! Jawoll:
Nicolas Sarkozy hat sich seinen Beinamen: Der blingbling-Präsident selbst gemeisselt, indem er nach
Bekanntgabe seiner Wahl am 6. Mai 2007 dort mit seiner Familie und ein 'paar' Freunden mehrere Stunden verbrachte.
Dieses Event inspirierte zwei Journalistinnen zum Buch: Die Nacht bei Fouquet's.
Dort wird der Auftakt dieser, inzwischen völlig unglaubwürdigen Regierung beschrieben, indem die 55-köpfige Gästeliste
analysiert wird: die Anwesenden, die Weggebliebenen, die Interpretierung warum nur drei Politikern zu danken war und der Rest aus CAC 40 (der französische DAX) Mitgliedern bestand, von ein
paar treuen rechten Schauspielern durchwürzt und nur EIN Vertreter der Presse dabei war:
Der Chef des Figaro (FAZ), den man auf den Gängen des Verlaggebäudes nur SS nennt: Sa Suffisance!
Die von seiner heute Ex-Frau Cécilia aufgestellte Liste, harmonierte aufs Beste mit dem Stil des Hauses und so sehr
sich Sarko seinen Ruf in der ernstzunehmenden Politikerwelt damit vermasselte, so tat es dem Fouquet's keinerlei Abbruch.
Für die die's genauer wissen wollen, die Liste (aus Zeiten, als Journalisten in diesem Land noch schreiben durften was sie wollten) befindet sich am Ende des
Artikels.
Ich kann nur noch damit schliessen, dass dort zu Essen, vielleicht lag es an der
Uhrzeit, nicht sooo doll war, wie ich hoffte. Vielleicht war der Chapon einfach zu lange im Wärmebassin, mir war er zu trocken, das "vergessene Gemüse" allerdings war ausgezeichnet. Die
Käse- und Dessertplateaus wirkten einfach nur noch 'abgefressen' - auch wenn die Charlotte à la mangue et noix de coco göttlich war. Aber die Kellner, die den nächsten Tag eindeckten und emsig
an einem vorbeihuschten degradierte unsere angeheizte Laune nach und nach. Aber wahrscheinlich bin ich nach den Jahren hier einfach nur grenzenlos verwöhnt und bin zum Snob
geworden.
Nach unromantischerem Parkhausaufenthalt und der längeren Heimfahrt, lagen unsere
berstendvollen Leiber platt auf dem Bett und ein erschöpftes bonne nuit beendete diese Nacht und begann unser neues Jahr!
Liste d’invités établie par Cécilia Sarkozy
- Mathilde Agostinelli, responsable de la communication de Prada-France
- Robert Agostinelli, fondateur du fonds d’investissement Rhône Capital, membre du Council on Foreign Office
- Christine Albanel, ex-directrice du château de Versailles, future ministre
- Bernard Arnault, président de LVMH, numéro un du luxe français, première fortune de France
- Arthur, producteur et animateur de télévision
- Patrick Balkany, député-maire de Levallois-Perret
- Isabelle Balkany, premier adjoint de son mari, vice-présidente du Conseil général des Hauts-de-Seine
- Nicolas Baverez, essayiste, chroniqueur au Point
- Nicolas Bazire, secrétaire général de LVMH
- Antoine Bernheim, banquier d’affaires, président de la compagnie d’assurances Generali
- Nicolas Beytout, directeur de la rédaction du Figaro
- Basile Boli, ancien joueur de l’OM, héros de la finale de coupe d’Europe des Clubs champions 1993
- Vincent Bolloré, PDG d’Havas, sixième groupe de communication mondial
- Zofia Borucka, top model, femme de Jean Reno
- Martin Bouygues, PDG de Bouygues, premier actionnaire de TF1
- Conrada de La Brosse, dirigeante de la maison de l’Esprit de Château
- François de La Brosse, publicitaire
- Denis Charvet, ex-rugbyman du Racing, actionnaire de casinos
- Marie-Anne Chazel, comédienne
- Christian Clavier, acteur de cinéma
- Stéphane Courbit, ex-président d’Endemol France
- Agnès Cromback, présidente de Tiffany France
- Bruno Cromback, joaillier, PDG d’Augis 1880
- Jean-Claude Darmon, ex-président de Sportfive, ancien grand argentier du football français
- Serge Dassault, PDG de Dassault et du journal le Figaro
- Rachida Dati, future ministre
- Jean-Claude Decaux, PDG de JCDecaux, leader mondial de mobilier urbain
- Paul Desmarais Sr, milliardaire canadien, PDG de Power Corporation, actionnaire de plusieurs groupes français
- Dominique Desseigne, PDG du groupe Barrière
- François Fillon, futur Premier ministre
- Bernard Fixot, éditeur de best-sellers
- Valérie-Anne Giscard d’Estaing, éditrice, épouse de Bernard Fixot
Albert Frère, première fortune de Belgique
- Hugues Gall, président de l’Institut de financement du cinéma et des industries culturelles
- Pascal Gentil, triple vainqueur de la coupe du monde de taekwondo
- Pierre Giacometti, directeur général d’Ipsos France
- Henri Guaino, conseiller spécial et « plume » du Président
- Claude Guéant, préfet, futur secrétaire général de l’Elysée
- Johnny Hallyday, première vente de disques en France
- Laeticia Hallyday, épouse de Johnny Hallyday
- Roger Karoutchi, futur secrétaire d’Etat
- Patrick Kron, PDG d’Alstom
- Bernard Laporte, sélectionneur de l’équipe de France de rugby
- David Martinon, futur porte-parole de l’Elysée
- Alain Minc, président d’AM Conseil, conseil de grands dirigeants
- Henri Proglio, PDG de Veolia, ex-Compagnie générale des eaux
- Jean-Pierre Raffarin, ancien Premier ministre
- Jean Reno, acteur de cinéma
- Andrée Sarkozy, mère du Président
- François Sarkozy, frère du Président, vice-président du conseil de surveillance du groupe Bio-Alliance Pharma
- Guillaume Sarkozy, frère du Président, ancien vice-président Medef
- Xavier et Sylvie de Sarrau, les meilleurs amis
- Eric Vu-an, maître de ballet au Ballet national de Marseille
- Richard Virenque, ancien coureur cycliste et maillot de jaune du tour de France
- Philippe Warrin, unique photographe présent au Fouquet’s, agence SIPA